Verein für Rehasport e.V.
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Schlaglichter zur Vereinsgeschichte

Motivation für diese Seite

Bei einem geselligen Zusammensein nach der Wirbelsäulengymnastik am 15. Dezember 2015 tauchte die Frage auf, seit wann es unseren Verein denn nun schon gibt. Da die Leute an diesem Tisch alle erst seit wenigen Jahren im Verein sind, hatten wir alle keine Ahnung.
Aus diesem Anlass sollen hier einige Informationen gegeben werden.
Das Wort "Schlaglichter" im Titel soll ausdrücken, dass es sich um keine vollwertige Vereinsgeschichte handelt. Doch sollen die hier präsentierten Informationen einen ersten Eindruck von der Vereinsgeschichte liefern.

Auszüge aus der Ansprache zum 20jährigen Jubiläum

Am 5. Juli 2008 feierte der Verein sein 40-jähriges Jubiläum. Der damalige Vereinsvorstand Johann Pickert ging in seiner Ansprache auch auf die Vereinsgeschichte ein. Wir zitieren hier aus dem Manuskript zu dieser Ansprache. (Schreibfehler sind nicht im Original, sondern beim Abschreiben passiert.)

Es waren wohl unter anderem noch die Kriegsfolgen, die am 3.12.1968 zur Gründung unseres Vereins geführt haben. Im Gründungsprotokoll steht zu lesen, dass sich an diesem Tag 24 Personen - Kriegsversehrte und Zivilbehinderte - in der ehemaligen Gaststätte Bad Sulz zur Gründung eines Vereins für Behindertensport zusammengefunden haben. Initiator der Gründungsversammlung war unser unvergesslicher Kamerad Hans Schamper als Vorsitzender eines vorher eingesetzten Arbeitsausschusses. Er hatte durch seine Arbeit im Kreiswehrersatzamt sehr gute Verbindungen zu staatlichen Stellen und verschiedenen Organisationsverbänden und konnte aus den damals noch gut gefüllten Finanztöpfen für eine gute finanzielle Ausstattung des Vereins sorgen. Anwesend in der Gründungsversammlung war auch der damalige Landessportwart Robert Straub, den meisten sicher gut bakannt.

Aus der ersten Vereinssatzung geht hervor, dass es der ursprüngliche Zweck des Vereins war, das Turn- und Sportwesen zu fördern, den Geist und Körper zu kräftigen und gute Sitten zu pflegen. - Alle parteipolitschen Bestrebungen waren damals wie auch heute ausgeschlossen. Der Monatsbeitrag betrug damals 1,50 DM.

Im Zuge der Zeit hat sich die Zahl der Mitglieder mit Behinderungen aus den Folgen des letzten Krieges immer weiter reduziert. Gleichzeitig sind körperliche Beeinträchtigungen durch Unfälle, Belastungen im Berufsalltag und den Anstieg von Zivilisationskrankheiten wie Herzbeschwerden, Schlaganfälle und Rückenbeschwerden ständig gestiegen. So hat sich die Mitgliederzahl laufend erhöht. Von 24 Mitgliedern aus der Gründungsversammlung ausgehend waren es nach 25 Jahren bereits 214 Mitglieder. Heute (d.h.2008) unterhält unser Verein 5 Übungssparten, nämlich eine Herzsportgruppe (gegründet 1986), eine Schwimmgruppe mit Wassergymnastik, die zu Beginn ihre Übungsstunden im Dießener Hallenbad abhielten, eine Gruppe für Rückengymnastik, eine Osteoporosegruppe und eine Kegelsportgruppe mit insgesamt 180 Mitgliedern.Leider ist eine frühere, auch in überörtlichen Turnieren erfolgreiche Gruppe für Fußballtennis praktisch eingeschlafen.

Dies zeigt deutlich die Wandlung des Vereins von der ursprünglichen Betonung auf sportliche Aktivitäten der Behinderten auch im Wettkampf hin zu Maßnahmen der Rehabilitation und der Gesundheitsvorsorge. Besonders letztere müsste eigentlich im öffentlichen Interesse stehen. Leider sind die Kranken- bzw. die Gesundheitskassen bei der Genehmigung von entsprechenden Anträgen sehr restriktiv. Die Vereine sind aber neben der Erhebung von Mitgliedsbeiträgen auch auf die Gelder aus den genehmigten Anwendungen angewiesen, um die steigenden Kosten für den Übungsbetrieb aufbringen zu können. ... Ich erinnere nur daran, dass in früherer Zeit die Osteoporosegymnastik sogar im Pfarrsaal St. Barbara stattfinden musste.
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Ein besonderes Problem ist die Altersstruktur unseres Vereins. Durch den hohen Altersdurchnitt unserer Mitglieder wird es immer schwieriger, Eigenleistungen für den Verwaltungsaufwand des Vereins zu erbringen. Mein besonderer Dank gilt deshalb hier all den Mitgliedern, die trotz schwerer körperlicher Beeinträchtigungen noch als Zusteller von Vereinsmitteilungen, bei der Ausführung von Arbeiten an dem in Patenschaft übernommenen Jubiläums-Wanderweg und an der Vorbereitung und Durchführung von Vereinsveranstaltungen mithelfen. Dieses Engagement ist nicht hoch genug einzuschätzen, weil ohne diese freiwilligen Eigenleistungen die Vereinsarbeit schwierig würde.
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Zurück zu der Chronik des Vereins.
Der Initiator der Gründungsversammlung Hans Schamper wurde auch zum 1. Vorsitzenden gewählt und hat dieses Amt bis zum Jahre 1996 ausgeführt.
Vom 16.11.1996 bis zum 3.3.2007 hat dann unsere Rosemarie Fischer den Verein als 1. Vorsitzende geführt, nachdem sie bereits vom 14.11.1992 an als 2. Vorsitzende tätig war. Wegen dieses langjährigen Wirkens an vorderster Stelle für den Verein wurde sie am 10.3.2008 zur Ehrenvorsitzdenden ernannt.
Ihr zur Seite stand der 2. Vorsitzende Georg Pfaffl, der ebenfalls eine hervorragende, nicht zu unterschätzende Arbeit leistete. (Georg Pfaffl wurde bei dieser Veranstaltung zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.)
Erwähnt werden muss hier auch die Tätigkeit unseres Heini Bader, der sich seit 1998 in verschiedenen Funktionen, unter anderem auch als 2. Vorstand und als Schriftführer erhebliche Verdienste um den Verein erworben hat und deshalb zurecht am 23.2.2002 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Seit dem 3.3.2007 habe nun ich (das ist Johann Pickert) die Ehre, diesen Verein zu führen und ich hoffe dies zusammen mit meinen Vorstandsmitgliedern, denen ich hier ausdrücklich für ihre kollegiale Zusammenarbeit danken möchte, zum Wohle des Vereins tun zu können.

Am 23.1.2004 erfolgte eine Satzungsänderung mit dem Ziel, die Amtszeit der Vorstandschaft von 4 auf 2 Jahre zu reduzieren, um leichter Mitglieder zur Übernahme eines Amtes in der Vorstandschaft bewegen zu lönnen. Eine weitere Satzungsänderung vom 21.2.2006 brachte die Änderung des bisherigen Namens Behinderten- und Versehrtensportgruppe e.V. in Verein für Rehasport e.V. Peißenberg.
Auch darin ist der Wandel in den Zielsetzungen des Vereins abzulesen. Im Sinne der Gesundheitsvorsorge sind wir deshalb bestrebt, auch weiterhin unseren Mitgliedern ein gutes Angebot an Möglichkeiten zum Rehabilitationssport und zur sportlichen Betätigung im Sinne der Vorsorge bieten zu können und neue Mitglieder in die einzelnen Gruppen zu bringen, um den Fortbestand des Vereins für die weitere Zukunft zu sichern. Insbesondere die Rückengymnastik und die Kegelgruppe bräuchten eine Auffrischung, wobei vor allem bei letzterer sportliche Betätigung in geselliger Runde gepflegt werden kann. (Anmerkung aus dem Jahr 2015: Die Kegelgruppe gibt es nicht mehr.)
Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich mich bei allen Übungsleitern bedanken für ihren engagierten uns fachlich äußerst kompetenten Einsatz im Interesse und zum Wohle unserer Vereinsmitglieder.

Und nun habe ich eine besonders erfreuliche und dankbare Aufgabe zu erfüllen. Aus dem Kreis der Gründungsmitglieder sind heute (d.h.2008) noch zwei Mitglieder in unserem Verein, nämlich Stefan Hutter und Josef Schuster. ... Ganz kurz nach der Gründungsversammlung sind zwei weitere Mitglieder dem Verein beigetreten, nämlich Anni Höck und Walburga Hutter. (Diese vier Personen erhielten anschließend eine Urkunde für 40jährige Vereinszugehörigkeit.)

Aus dem Heft zum 20jährigen Jubiläum 1988

Zum 20jährigen Jubiläum 1988 gab es ein Heft:
1968 - 1988 20 Jahre Versehrtensport in Peißenberg
Darin finden sich folgende Informationen:

Kurzchronik 20 Jahre VSG Peißenberg
- erste Zusammenkunft am 6. November 1968 mit 24 Teilnehmern, Beschluss, dass Gründungsversammlung einberufen werden soll
- Gründungsversammlung am 3. Dezember 1968 in der Gaststätte Bad Sulz
Es folgt eine Liste der Gründungsmitglieder. Schwer zu lesen, weil alles rot angestrichen ist
- erste Vorstandschaft: Schamper Hans, 1. Vorsitzender; Müller Willi, 2. Vorsitzender; Prummer Martin, 1. Kassier; Meier Matthäus, 2. Kassier; Herb Anton, Schriftführer; Holaus Anton, Sportwart; Sr. Diessner Ernst, Sportarzt;
- erster Sportabend am 20. Januar 1969
- erstes Schwimmen am 5. März 1969 im Altenwohnstift Dießen
- zehnter Bezirkstag des BVS am 26. April 1969 in Peißenberg (33 Delegierte)
- vierzehn goldene Sportabzeichen zum 1. Geburtstag des VSG Peißenberg - siebenmal oberbayerischer Meister im Kegeln: 1970, 1972, 1973, 1975, 1977, 1979, 1980
- 1973 oberbayerische Schimeisterschaften in Peißenberg
- 1977 und 1978 Deutscher Meister im Frauen-Sitzball
- 1978 Ausbau eines öffentlichen Wanderweges, (Jubiläumsweg der VSG), Länge 8,43 km, Arbeitsstunden 535
- 1981 wird Dr. Ernst Diessner zum Ehrenmitglied ernannt. (1.12.1982 verstorben)
- 1983 Skimeisterschaft des BVS; Nordisch, Franz Kögl 1. Platz; Otto-Lanzinger-Gedächtnislauf, Haus Rauschmeier 1. Platz (Bestzeit);
- 1983 Oberbayer. Fußballtennismeisterschaft 2. Platz
- 1986 am 25. März Gründung der Koronargruppe (seit 1987 Herzsportgruppe) betreut von der Ärzteschaft Peißenberg und Huglfing
- 1986 Bayer. Skilanglaufmeisterschaft; Hans Rauschmeier Bayer. Meister; Franz Kögl 2. Platz
- 1987 Deutsche Behindertenmeisterschaft Nordische 5 und 10 km, Franz Kögl je 1. Platz
- 1987 Bayer. Behindertenmeisterschaft: Nordisch 5 km, Franz Kögl 1. Platz; 10 km Bayer. Meister Hans Rauschmeier (Tagesbestzeit)
- 1987 Oberbayer. Faustballmeisterschaft 3. Platz
- 1988 Internationale Deutsche Langlaufmeisterschaft, Franz Kögl 2. Platz; Hans Rauschmeier 3. Platz
- 1988 Bayer. Bezirksfaustballmeisterschaft Gruppe B 1. Platz
- 3.392 Übungsveranstaltungen durchgeführ mit 50.880 Teilnehmern
- an 286 Wettkämpfen teilgenommen
- Mitgliederstand 146
- Jährliche Einrichtungen: Familienausflug, Grillparty, Faschingskranzl, Radtouren, Wanderungen
- Sportarten: Faustball, Fußballtennis, Gymnastik, Herzsport, Kegeln, Leichtathletik, Sitzball, Skilauf, Tischtennis